
Keine Ahnung, wie es die Filmemacher Ralf Betz und Niki Drozdowski geschafft haben, für ihren Endzeitthriller deutsche Gelder aufzutreiben, denn bei Begriffen wie „Apokalypse“ und „Zombies“ bekommen deutsche Filmförderer normalerweise Schnappatmung.
Aber sie haben es nicht nur fertig gebracht, Geld für ihren Film aufzutreiben: „Extinction“ funktioniert als richtig guter B-Horrorthriller und muss keinen Vergleich mit internationalen Produktionen scheuen. Und für den deutschen Zuschauer ist es wirklich – in einem positiven Sinne – bizarr, Zombies durch deutsche Kleinstadtstraßen irren zu sehen. Um was geht es? Tom Keller hat keine Ahnung, warum ausgerechnet er den Ausbruch einer Seuche immun überstanden hat, die offenbar alle Menschen in blutrünstige Bestien verwandelt. Er haust in einem verlassenen US-Stützpunkt irgendwo in der Eifel, er verzweifelt - bis er drei weitere Überlebende entdeckt. Was soll man sagen? Der Film ist spannend, er sieht gut aus, vor allem spielt er sehr schön mit verschiedenen – bekannten – Endzeitstoffen. Ein bisschen „I Was Legend“ hier, ein wenig „28 Days Later“ da mit einem Schuss „Die Triffids“. Die Schauspieler, allesamt eher unbekannte Darsteller aus der zweiten Reihe, bieten solide Leistungen, und der Titel verrät: Dieser Film hat Fortsetzungspotenzial!
Ausgewählt und getestet von Christian Lukas.
dtp entertainment, FSK ab 18, ca. 12 €