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MoX - Veranstaltungsjournal
„Traumfänger“ von Marlo Morgan
Vorgestellt von Falk Lützelberger, Klettertrainer im „UP“05.09.2017





MoX: Wovon handelt das Buch?
Falk Lützelberger: Das Buch beschreibt die Erfahrungen der Autorin Marlo Morgan, die einige Zeit mit den Aborigines verbracht hat. Im Vorwort legt die Autorin dar, dass ihre  Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Um aber die Identität der Aborigines zu schützen, hatte sie sich entschieden, es zunächst als fiktiven Roman auszugeben. So beginnt sie zu erzählen, wie sie eine Einladung zu einer Versammlung von einem Aborigine-Stamm erhält. Auf dieser Versammlung soll sie für ihr Engagement geehrt werden, das darin besteht, dass sie sich mit ihrer selbst gegründeten Firma für junge Aborigines einsetzt. Doch eine Ehrung im herkömmlichen Sinne findet nicht statt, stattdessen wird Marlo Morgan dazu aufgefordert bei einem „Walkabout“ mitzumachen. Ein „Walkabout“ ist sozusagen ein Trip in den Outback ohne gewisses Ziel oder nähere Angaben über Dauer und Verbleib. Sinn des Ganzen ist die spirituelle Findung der Teilnehmenden. Für Marlo Morgan bietet sich mit diesem  Angebot die Gelegenheit, die Kultur der Aborigines näher kennenzulernen und hautnah zu erleben. Letztendlich besteht darin die eigentliche Ehrerweisung. Im Vorfeld werden keine genaueren Details über die Reise verraten, lediglich ein Übersetzer, der im Stamm der Aborigines aufgewachsen ist, teilt Marlo Morgan das Nötigste mit. Somit entscheidet sie sich, an diesem „Walkabout“ teilzunehmen und schildert nach und nach die Erlebnisse auf dieser außergewöhnlichen Reise. Generell ist es in der Kultur der Aborigines üblich, dass sie nur das Allernötigste auf eine Reise mitnehmen und das ist maximal das, was sie am Körper tragen oder zum Jagen brauchen. Sprich: Die Gruppe der Reisenden muss sich ihre Nahrung selbst beschaffen. Marlo Morgan berichtet, wie sie dabei immer wieder an ihre persönlichen Grenzen stößt: Beinahe verhungert und verdurstet sie, doch die Möglichkeit die Reise abzubrechen, besteht nicht. Also setzt sie alles daran, um durchzuhalten. Zunächst sind die Aborigines sehr wortkarg, doch nach und nach wird sie in der Gruppe willkommen geheißen. Irgendwann soll sie sogar die Gruppe auf dem „Walkabout“ selbst führen.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Falk Lützelberger: Klassisch auf dem Papier. Ich habe es übrigens in einer „Zu Verschenken-Kiste“ an einer Straße gefunden.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut an dem Buch gefallen?
Falk Lützelberger: Insbesondere fand ich den spirituellen Input und die unschlagbar einfachen Weisheiten anregend.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Falk Lützelberger: An sich würde ich es gerne allen Menschen empfehlen, allerdings werden innerhalb der Handlung viele gesellschaftlichen Konstrukte thematisiert, die ein bestimmtes Wissen voraussetzen. Somit würde ich eine Altersempfehlung ab circa 16 Jahren befürworten. Überdies sollten die Leser*innen eine gewisse Offenheit gegenüber philosophischen und spirituellen Themen mitbringen.
MoX: Was wissen Sie über die Autorin?
Falk Lützelberger: Im Buch selbst erfahren wir bereits einige Eckdaten über Marlo Morgan. Sie ist Medizinerin als auch Journalistin. Nachdem ihr Roman „Traumfänger“ veröffentlicht wurde, wurde er von der Presse zerrissen und ebenso die Autorin verunglimpft. Die Presse zweifelte die Authentizität des Werkes an und behauptete, Marlo Morgan hätte nicht ansatzweise die beschriebenen Erlebnisse erfahren.

Interview und Foto | Dana Hubrich


Info
„Traumfänger“ von Marlo Morgan,
Goldmann TB, Preis: 9,90 €

Foto:
Über den Dächern von Oldenburg

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