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MoX - Veranstaltungsjournal
Offen sein für Alles
Tom Reckmann, Schüler am Alten Gymnasium Oldenburg20.06.2017



„Von entscheidender Bedeutung ist für mich, das Beste aus den jeweiligen Situationen herauszuholen. Dabei strebe ich keineswegs Perfektionismus an, denn das ist sowieso alles eine Frage des Blickwinkels und des jeweiligen Kontextes. Mein Alltag gestaltet sich so, wie er eben zustande kommt und die Termine sich legen.“ Tom Reckmann ist ein Tausendsassa mit mannigfaltigen Interessen. Es gibt nichts, was er nicht schon probiert hat oder plant, auszuprobieren. Der Sechzehnjährige Schüler des Alten Gymnasiums Oldenburg tanzt, singt, spielt und engagiert sich in vielfältigen Projekten. Neuerdings hat er sogar das Klavierspiel begonnen. Demnächst möchte er gerne zum Theater. Wie er bei all den Projekten nicht den Überblick verliert und seine Zeit strukturiert, erklärt er folgendermaßen. „Ich habe da für mich eine eigene Philosophie entwickelt, in der Zeit für mich als feste Einheit nicht existent ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass man nicht alles rigoros durchplanen muss. Manchmal ist es ratsam, wenn man sich einfach für bestimmte Situationen und Sachen bereit fühlt und diese dann umsetzt.“ Da wäre zum Einen seine Tätigkeit als Schulsprecher zu nennen, wo er im Namen der Schülervertretung verschiedene Projekte in Angriff nimmt. Erst kürzlich war er im Namen seiner Schule an der Organisation des Planspiels „Oldenburg Model United Nations (kurz OLMUN) beteiligt.  „Schüler*innen und Studierende führen dort nach dem Modell der vereinten Nationen politische Debatten. In englischer Sprache wird zu Alltagsthemen oder aktuellen Geschehnissen Bezug genommen. Dieses Mal waren rund 1000 Teilnehmer*innen anwesend. Meine Aufgabe bestand in der Organisation der Veranstaltung und in der Bedienung der Technik“, wie Reckmann erläutert. Gleichzeitig sitzt Reckmann im Stadtschülerrat. Das ist ein Zusammenschluss aus Schulsprecher*innen und Vertreter*innen der Oldenburgischen Schulen. Zum Anderen ist Reckmann auch noch im Schulchor sowie im Orchester tätig. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen nimmt er aus eigenem Antrieb auf sich. Im Orchester spielt er nicht nur auf der Trommel, sondern er bedient auch für deren Auftritte die Tontechnik. Zunächst erst einmal ein ungewöhnliches Unterfangen für Tom Reckmann. „Eigentlich war ich nicht so technikbegeistert, bis man mich fragte, ob ich die Tontechnik für die Auftritte des Chores bedienen könnte. Nach mehrmaligem Ausprobieren habe ich ein Interesse dafür entwickelt. Offenheit ist für mich generell ein wichtiges Kriterium.“ In seinem Engagement kristallisiert sich insbesondere ein Hang für Fairness heraus. „Die schulische Laufbahn ist sehr prägend und bereitet einen auf das spätere Leben vor. Von daher ist es meiner Meinung nach wichtig, dass das Schulleben auf einer fairen und gerechten Basis von statten geht. Hier sollte man in einer Gemeinschaft miteinander arbeiten und für einander einstehen können.“ Für den stetigen Kontakt und Austausch mit Menschen verfolgt  Reckmann indes sein eigenes Credo: „Vor allem möchte ich Menschen auf einer Ebene begegnen, unabhängig davon, in welchem Alter oder in welcher Position sie sich befinden. Ich möchte mich ungern in den Vordergrund drängen und die Menschen keineswegs spüren lassen, dass ich etwas Besseres sei.“ Verständnis gegenüber Anderen zeigen zu können gehört für Tom Reckmann gleichermaßen für ein gelungenes Miteinander dazu. Auch Dankbarkeit zu äußern, sollte man nach Meinung des sechzehnjährigen Schülers nicht vernachlässigen. „Vieles wird in unserem Alltag als selbstverständlich wahrgenommen. Meine Eltern haben mir schließlich auch viel gegeben ohne dafür etwas verlangen zu wollen. Insbesondere reflektiert der Schüler des Öfteren, wie sich die Wirkung auf andere Menschen gestalten lässt und wie man diese beeinflussen kann. „Sprache ist ein sehr wirkmächtiges Stilmittel und Machtinstrument. Eine gute Artikulation verschafft einen guten Eindruck von meiner Person. Hierbei ist Ehrlichkeit ein wichtiger Faktor für mich. Wenn man diese gegenüber Menschen zeigt, schafft das eine Sicherheit und Verlässlichkeit in Bezug auf die gemeinsame Arbeit.“ Dazu zählt Reckmann ebenso das Eingeständnis von Fehlern. „Letztendlich kann man ja nur aus seinen Fehlern wachsen!“
Autor | Foto: Dana Hubrich

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Über den Dächern von Oldenburg

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