
mag die Herausforderung im Sport
Sport ist ein wichtiger Bestandteil in Hendrik Lookes Leben. Im Alter von zehn Jahren begann er mit der Kampfkunst Karate – was übersetzt soviel wie „Weg der leeren Hand“ bedeutet – die der 17-jährige seitdem mit Begeisterung ausübt. „Am Kampfsport begeistert mich dieses Ziel, immer besser zu werden, sowohl in der Beherrschung der Techniken als auch in der Arbeit an einem selbst“, sagt er. Außerdem spielt er auch Basketball, ein Sport zu dem er über Freunde kam, die damals anfingen im Verein zu spielen. Auf der Position des Point Guard – gleichbedeutend mit Aufbauspieler im Deutschen – punktet er nun seit einem Jahr. „Ich bin gerade in einer Klausurenphase in der Schule, daher habe ich derzeit leider nicht so viel Zeit für Sport wie ich gerne hätte.“ Höhere Priorität hat bei ihm ganz klar das Karate-Training: „Müsste ich mich zwischen einem von beiden entscheiden, würde ich auf jeden Fall bei Karate bleiben!“ In der Schule macht ihm besonders der Religionsunterricht viel Spass. Unterrichtseinheiten wie zum Beispiel über Dietrich Bonnhoeffer entfachten sein Interesse für die Theologie und da lag es für ihn nahe, das Schulpraktikum im Lukashaus in Osternburg zu absolvieren. Außergewöhnlich, denn er war der erste Praktikant im Gemeindehaus überhaupt. Kontakt mit Menschen zu haben, ihnen zu helfen, Probleme zu lösen und Gott näher zu bringen, bereitet ihm Freude. Der Einblick in das Berufsleben eines Pfarrers, den er bei Gemeindekirchen-Ratssitzungen, im Glaubenskreis oder Gottesdiensten bekam, hat ihm daher sehr gefallen. Dass auch der Pastor „ganz zufrieden“ gewesen war – wie Hendrik Looke mit einem Lachen hinzufügt – hat seine Begeisterung für das Berufsfeld noch gesteigert. Die Herausforderungen sind es auch, die ihn bei der Kampfkunst faszinieren. „Man lernt nie aus, es gibt immer Techniken, die man besser beherrschen kann oder Katas, die man noch flüssiger ausführen kann.“ Nicht zuletzt ist es der Charakter der Kampfsportart Karate selbst, den er wichtig findet. „Karate ist auf Verteidigung ausgelegt, nicht wie andere Kampfkünste auf Angriff.“ Zwar könne ein Karateka auch angreifen, oberstes Ziel sei es jedoch immer, einen Kampf zu vermeiden. Sollte es doch zu einem Kampf kommen, liegt die Priorität darin, den eigenen Körper vor Verletzungen zu schützen. „Wichtig für den sportlichen Lernprozess sind neben dem regelmäßigen Training natürlich gute Trainer“, betont er. Das Training im Schwarz-Weiss e.V., der für ihn „fast wie eine zweite Familie“ geworden ist, gefällt ihm daher besonders gut. Zur Zeit trainiert er für den ersten von drei braunen Gurten, die vor dem Schwarzen Gurt kommen. Für seine berufliche Zukunft hat Hendrik Looke bereits Pläne. Gerne würde er in Bremen Theologie oder Psychologie, mit dem Pfarramt als Ziel, studieren.
Text und Foto | Alexander Schöne
MoX-Info:
Hendrik Looke betreibt seit 7 Jahren Karate und ist Träger des blauen Gürtes. Körperliche Fitness, Selbstbeherrschung sind ihm dabei wichtig.