LzO
OLDENBURG
Montag

24

Juli

X-Cut
FZO Elektra

Aktuelles

Wochenzeitung DIABOLO:
Biomasse soll ökologisch werden
Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben06.07.2017

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Biomasse soll ökologisch werden<br />Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben

Nicht alles, was das grüne Bio-Label trägt, trägt sich automatisch gut. Dies gilt insbesondere für die Produktion von Biomasse, die dann zur Gewinnung von Biogas eingesetzt wird. Was einerseits mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen schafft, führt auf der anderen Seite zu landwirtschaftlicher Monokultur. Wie man Biomasse im ländlichen Raum im Einklang mit der Natur produzieren und möglichst effektiv nutzen kann, damit befasst sich das Verbundvorhaben BIOCAS, an dem auch die Oldenburger Universität beteiligt ist.

In den kommenden drei Jahren wollen 18 Einrichtungen aus Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden Verfahren und Maßnahmen entwickeln, die die Produktion von Biomasse nachhaltiger und ökologischer machen sollen. Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Fonds für Regionalentwicklung der Europäischen Union. Letztere investiert 4,9 Millionen Euro in die Forschungen von BIOCAS. Die niederländische Provinz Fryslan koordiniert das Vorhaben, aus Oldenburg sind das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) sowie die ExpertInnen des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften und des Instituts für Chemie dabei. Sie alle werden sich mit der sogenannten Biomasse beschäftigen. Letztere wird als Energielieferant, Material für die Industrie oder Arzneimittel immer wichtiger. Als Biomasse versteht man dabei tierische und pflanzliche Stoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, beispielsweise Holz, Mais, Zuckerrohr oder Raps. Über unterschiedliche Verfahren gewinnt man aus diesen Stoffen Energie. Die Idee dahinter ist, aus nachwachsenden Rohstoffen eine Alternative zu fossilen Brennstoffen zu gewinnen. Studien gehen davon aus, dass weltweit ca. 15% des Energiebedarfs durch Biomasse gedeckt werden könnten.
Doch was auf den ersten Blick gut klingt, hat einen Haken: Biomasse konkurriert direkt mit der Produktion von Nahrungsmitteln und kann, wenn sie nicht nachhaltig produziert wird, zu Überdüngung und zur Minderung der Bodenqualität beitragen. Wer z. B. Benzin mit einem höheren Ethanolanteil tankt, der tankt quasi mehr Lebensmittel, denn Ethanol wird auch aus Mais gewonnen. So wird die verstärkte Nachfrage nach Mais zur Gewinnung von Ethanol-Kraftstoff als eine der möglichen Ursachen für die Nahrungsmittelpreiskrise 2007–2008 diskutiert. Damit diese Nahrungsmittelkonkurrenz in Zukunft kein Problem mehr darstellt, sollen mit dem Projekt BIOCAS Prozesse entwickelt werden, damit Biomasse in gut aufeinander abgestimmten Prozessen für verschiedene Produkte genutzt werden kann und anfallende Reststoffe wieder in die Böden eingebracht werden können. Konkret sollen Überreste eines Produktionsschrittes, nach dem Kaskaden-Prinzip, wieder in weitere Produktionsabschnitte einfließen. An diesem Forschungsprozess sollen gezielt lokale und regionale Unternehmen beteiligt werden, damit deren Expertise gesichert werden kann. „BIOCAS ermöglicht es, Wissenschaftlern und Beteiligten in den Regionen gemeinsam eine Bioökonomie zu entwickeln, die naturverträglich ist und sich an die gesellschaftlichen Bedürfnisse anpasst“, sagt Dr. Thomas Klenke, wissenschaftlicher Koordinator in COAST. Dabei existieren schon längst Biogasanlagen, die nicht mit Energiemais befüllt werden, sondern beispielsweise mit Bioabfällen. So arbeitet die Stadtreinigung Hamburg bereits seit dem Jahr 2006 mit einem solchen Verfahren. Die Anlage deckt den Energiebedarf von 2.500 Haushalten.
In Oldenburg wird man sich beispielsweise mit der Produktion von Biokohlen befassen. Die Forscher um Prof. Dr. Luise Giani untersuchen, wie aufbereitete Bioreststoffe und Gärreste den Boden verbessern können. Weitere Gruppen befassen sich mit Landschaftspflegematerialien und Torfersatzstoffen sowie neuen Wertschöpfungsketten. Die Oldenburger Arbeitsgruppen arbeiten dabei eng mit dem Kompetenzzentrum 3N aus dem Heidekreis zusammen. Dort entsteht eine kommunale Aufbereitungsanlage für biologische Abfälle. Hier entsteht ein Pilot-standort, der den Kern der Arbeiten des deutschen BIOCAS-Anteils bilden soll und als Basis für den Austausch mit den weiteren Standorten in den Niederlanden, Belgien und Dänemark sein wird.

TEXt und foto  | christoph kienemann

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Um hier Kommentare abgeben zu können müssen Sie sich erst Anmelden!

Benutzername:     Passwort:    

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.


Aktuelles

Aktuelles

mehr…Bald ist die Anlage wieder fit20.07.2017

Schredderanlage der Abfallbehandlungsanlage wurde erheblich beschädigt.
Am Mittwoch den 5. Juli kam es in der mechanischen Abfallbehandlungsanlage des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs zu einer Explosion, bei der eine Schredderanlage erheblich beschädigt wurde. Bisher unbekannte Verursacher fügten einem Sperrmüllcontainer entzündlichen Abfall zu, der bei der Behandlung in der Anlage die Explosion auflöste. Derzeit ist eine Spezialfirma mit der Reparatur der Anlage beschäftigt.

Auf dem linken Auge blind?

Aktuelles

mehr…Auf dem linken Auge blind?20.07.2017

Oldenburger CDU für Umbenennung der Koordinierungsstelle gegen Rechts
Nach den gewalttätigen Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg überschlagen sich Politiker im Land mit Forderungen nach einem stärkeren Vorgehen gegen Linksextreme. Kulturzentren wie die Hamburger „Rote Flora“ sollen geschlossen werden und auch Oldenburgs CDU beantragt die Umbenennung der Koordinierungsstelle gegen Rechts in eine Koordinierungsstelle gegen Extremismus. Dabei ist längst noch nicht geklärt, ob wirklich nur Linksextreme für die Ausschreitungen in Hamburg verantwortlich waren.

Blick in die Tiefsee

Aktuelles

mehr…Blick in die Tiefsee20.07.2017

Ausstellung Ozeane beleuchtet den Umgang der Menschen mit Weltmeeren und Meeresgrund
Seit über zwanzig Jahren befasst sich der Künstler Armin Linke damit, wie der Mensch Technologien und Wissen einsetzt, um die Oberfläche der Erde zu verändern. In seinem aktuellen Projekt „Ozeane“ wagt Linke nun einen Blick auf den Umgang der Menschen mit dem Meeresgrund und das zu einer Zeit, in der die Erforschung der Meere und vor allem des Meeresgrundes wichtiger ist als je zuvor.

Aktuelles

mehr…Kunst auf der Straße20.07.2017

7. Internationales StreetArt Festival in Wilhelmshaven
Vor sieben Jahren startete die erste Ausgabe des Wilhelmshavener StreetArt Festivals. Seit dem hat das Festival in der internationalen StreetArt-Szene große Anziehungskraft für KünstlerInnen aus aller Welt entwickelt. Auch in diesem Jahr werden wieder über 10.000 BesucherInnen erwartet, wenn im August die Straßen der Stadt in Kunstobjekte verwandelt werden.

Anderer Blickwinkel

Aktuelles

mehr…Anderer Blickwinkel20.07.2017

Jonas Christopher Höpken im Interview zu den Demonstrationen gegen den G20-Gipfel
Am Abend des 7. Juni ereigneten sich im Hamburger Schanzenviertel gewalttätige Ausschreitungen, die seitdem die öffentliche Debatte über den G20-Gipfel bestimmen. Gemeinsam mit über 100 OldenburgerInnen nahm Ratsherr Jonas Christopher Höpken am 8. Juni an einer Demonstration in Hamburg teil. Im Interview schildert er seine Wahrnehmung der Ereignisse in der Hansestadt.

Aktuelles

mehr…Bunt, laut und poetisch20.07.2017

Resümee der Kulturetage zum 39. Oldenburger Kultursommer
Konzerte, Theater, Shows, Kino, Lesungen, Ausstellungen – rund 85.000 Kulturbegeisterte hätten am kunterbunten Programm des Kultursommer-Festivals teilgenommen, wie die Kulturetage mitteilte.

Aktuelles

mehr…Liebe Leserin, Lieber Lesr20.07.2017

Heute begann das Münchner Oberlandesgericht, das Ende im NSU-Gerichtsverfahren zu beginnen. Lange Plädoyers sind zu erwarten, bis das Gericht dann danach erstmal in die Sommerpause geht.

VfB gewinnt 2:0 gegen Meppen

Aktuelles

mehr…VfB gewinnt 2:0 gegen Meppen19.07.2017

Im ersten Pflichtspiel (Niedersachsenpokal) gelang den Oldenburg ein überraschend deutlicher Sieg

Die kleine MoX-Sommerpause ist beendet,

Aktuelles

mehr…Die kleine MoX-Sommerpause ist beendet,18.07.2017

und so ist auch der nächste Kleinanzeigenschluss  in Sicht, am 20.7., 17:00/23:00 Uhr.

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Liebe Leserin,
Lieber Leser!
06.07.2017

Mädchen brauchen starke Vorbilder. Das erkennt jedes Mädchen spätestens, wenn es Pippi Langstrumpf gelesen hat. Doch so toll die Geschichten von Astrid Lindgren auch sind, sie allein reichen nicht, um die tradierte Geschlechterrolle zu öffnen. Prinzessin Lillifee, die Barbie-Puppe und schlicht  …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Musik für alle<br />Der Oldenburger Kultursommer neigt sich dem Ende zu

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Musik für alle
Der Oldenburger Kultursommer neigt sich dem Ende zu
06.07.2017

Es ist absehbar, dass sie beim Kultursommer-Organisationsteam ihr Ziel erreicht haben: Der einheimischen Bevölkerung und Oldenburg-Besuchern die Freizeit zu versüßen. Noch bis zum 9. Juli geht  …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Jugendarbeit<br />Kickertisch-Spende für den IBIS e.V.

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Jugendarbeit
Kickertisch-Spende für den IBIS e.V.
06.07.2017

Die Jugendgruppe von dem IBIS e.V. freut sich über eine Spende der Landessparkasse zu Oldenburg: zwei hochwertige Kickertische wurden …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Biomasse soll ökologisch werden<br />Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Biomasse soll ökologisch werden
Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben
06.07.2017

Nicht alles, was das grüne Bio-Label trägt, trägt sich automatisch gut. Dies gilt insbesondere für die Produktion von Biomasse, die dann zur Gewinnung von Biogas eingesetzt wird. Was einerseits mehr …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Die Zukunft der Pflege<br />OFFIS koordiniert bundesweites Pflegeinnovationszentrum

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Die Zukunft der Pflege
OFFIS koordiniert bundesweites Pflegeinnovationszentrum
06.07.2017

Täglich sind in Deutschland mehrere Millionen Menschen auf Pflegedienstleistungen angewiesen und bis zum Jahr 2070 ist mit einer Verdopplung zu rechnen. Dennoch fehlt im Pflegebereich Personal, sind  …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />„Keine Heimat in Ostfriesland“<br />Viele Gründe für die Umsiedlung aus Ostfriesland in den 50er Jahren

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
„Keine Heimat in Ostfriesland“
Viele Gründe für die Umsiedlung aus Ostfriesland in den 50er Jahren
06.07.2017

„Meine Oma kam aus Schlesien.“ Mit diesem Satz erklärte Verena Fischer, gebürtige Norderin, bei einem Vortrag im historischen Museum in Aurich ihr Interesse für das Thema Flucht und Vertreibung. Die junge Frau hatte  …

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Kurz & knackig
06.07.2017

•Duales Studium bei der  AWO
• Sonderausstellung
• „Ursache – Strömung – Wirkung“
• Eintritt frei am Tag der Museen
• Nacht-Fahrradtour

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Entspannen am Wattenmeer<br />Das Watt En Schlick in Dangast

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Entspannen am Wattenmeer
Das Watt En Schlick in Dangast
06.07.2017

Auf, auf, um die Seele baumeln zu lassen - wenn der viel zitierte Spruch irgendwo Sinn machen könnte, dann rings um das Kurhaus Dangast. Hier hat man den Strand und das Wasser vor Augen, verheißt …

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Musikalische Herausforderungen
Die oh ton Konzertreihe im Rahmen des Oldenburger Kultursommer
06.07.2017

Umsonst und draußen fällt es einem vielleicht leichter, sich auf Neue Musik einzulassen. Und mal ehrlich: Müssen es immerzu dieselben allseits bekannten Komponisten sein? Die oh ton  …

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Hommage an Werner Berges<br />POP-Art zieht Oldenburger ins Augusteum

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Hommage an Werner Berges
POP-Art zieht Oldenburger ins Augusteum
06.07.2017

Die alten Dielen knarren, wenn man durch die Ausstellungsräume des Augusteums schlendert. Ein Zitat von Richard Hamilton in grellem Pink schreit einen an: „Pop Art is: Popular, Transiet, Expendable, Low  …

Mäuseplage in Lothar Lusches Trödelwelt<br />Das Kindertheater "Coq Au Vin" aus Berlin zu Gast beim Oldenburger Kultursommer

Aktuelles

mehr…Mäuseplage in Lothar Lusches Trödelwelt
Das Kindertheater "Coq Au Vin" aus Berlin zu Gast beim Oldenburger Kultursommer
05.07.2017

Lothar Lusche ist Trödelhändler. Eigentlich möchte er, wie an jedem Morgen, ein Stück Käsekuchen frühstücken. Genau heute kommt ihm allerdings eine Maus, die sich im Laden eingenistet hat, zuvor. Sie stürzt sich auf den Kuchen und stellt den ganzen Tag des Trödelhändlers auf den Kopf. Eine mysteriöse Truhe kann die beiden am Ende von ihren Sorgen erlösen.

Foto:
Über den Dächern von Oldenburg

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Veranstaltungen

Datum bis
Kategorie
Ort
Location
Festival

Kleinanzeigen