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Wochenzeitung DIABOLO:
Biomasse soll ökologisch werden
Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben06.07.2017

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Biomasse soll ökologisch werden<br />Universität Oldenburg beteiligt sich an neuem, internationalem Verbundvorhaben

Nicht alles, was das grüne Bio-Label trägt, trägt sich automatisch gut. Dies gilt insbesondere für die Produktion von Biomasse, die dann zur Gewinnung von Biogas eingesetzt wird. Was einerseits mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen schafft, führt auf der anderen Seite zu landwirtschaftlicher Monokultur. Wie man Biomasse im ländlichen Raum im Einklang mit der Natur produzieren und möglichst effektiv nutzen kann, damit befasst sich das Verbundvorhaben BIOCAS, an dem auch die Oldenburger Universität beteiligt ist.

In den kommenden drei Jahren wollen 18 Einrichtungen aus Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden Verfahren und Maßnahmen entwickeln, die die Produktion von Biomasse nachhaltiger und ökologischer machen sollen. Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Fonds für Regionalentwicklung der Europäischen Union. Letztere investiert 4,9 Millionen Euro in die Forschungen von BIOCAS. Die niederländische Provinz Fryslan koordiniert das Vorhaben, aus Oldenburg sind das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) sowie die ExpertInnen des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften und des Instituts für Chemie dabei. Sie alle werden sich mit der sogenannten Biomasse beschäftigen. Letztere wird als Energielieferant, Material für die Industrie oder Arzneimittel immer wichtiger. Als Biomasse versteht man dabei tierische und pflanzliche Stoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, beispielsweise Holz, Mais, Zuckerrohr oder Raps. Über unterschiedliche Verfahren gewinnt man aus diesen Stoffen Energie. Die Idee dahinter ist, aus nachwachsenden Rohstoffen eine Alternative zu fossilen Brennstoffen zu gewinnen. Studien gehen davon aus, dass weltweit ca. 15% des Energiebedarfs durch Biomasse gedeckt werden könnten.
Doch was auf den ersten Blick gut klingt, hat einen Haken: Biomasse konkurriert direkt mit der Produktion von Nahrungsmitteln und kann, wenn sie nicht nachhaltig produziert wird, zu Überdüngung und zur Minderung der Bodenqualität beitragen. Wer z. B. Benzin mit einem höheren Ethanolanteil tankt, der tankt quasi mehr Lebensmittel, denn Ethanol wird auch aus Mais gewonnen. So wird die verstärkte Nachfrage nach Mais zur Gewinnung von Ethanol-Kraftstoff als eine der möglichen Ursachen für die Nahrungsmittelpreiskrise 2007–2008 diskutiert. Damit diese Nahrungsmittelkonkurrenz in Zukunft kein Problem mehr darstellt, sollen mit dem Projekt BIOCAS Prozesse entwickelt werden, damit Biomasse in gut aufeinander abgestimmten Prozessen für verschiedene Produkte genutzt werden kann und anfallende Reststoffe wieder in die Böden eingebracht werden können. Konkret sollen Überreste eines Produktionsschrittes, nach dem Kaskaden-Prinzip, wieder in weitere Produktionsabschnitte einfließen. An diesem Forschungsprozess sollen gezielt lokale und regionale Unternehmen beteiligt werden, damit deren Expertise gesichert werden kann. „BIOCAS ermöglicht es, Wissenschaftlern und Beteiligten in den Regionen gemeinsam eine Bioökonomie zu entwickeln, die naturverträglich ist und sich an die gesellschaftlichen Bedürfnisse anpasst“, sagt Dr. Thomas Klenke, wissenschaftlicher Koordinator in COAST. Dabei existieren schon längst Biogasanlagen, die nicht mit Energiemais befüllt werden, sondern beispielsweise mit Bioabfällen. So arbeitet die Stadtreinigung Hamburg bereits seit dem Jahr 2006 mit einem solchen Verfahren. Die Anlage deckt den Energiebedarf von 2.500 Haushalten.
In Oldenburg wird man sich beispielsweise mit der Produktion von Biokohlen befassen. Die Forscher um Prof. Dr. Luise Giani untersuchen, wie aufbereitete Bioreststoffe und Gärreste den Boden verbessern können. Weitere Gruppen befassen sich mit Landschaftspflegematerialien und Torfersatzstoffen sowie neuen Wertschöpfungsketten. Die Oldenburger Arbeitsgruppen arbeiten dabei eng mit dem Kompetenzzentrum 3N aus dem Heidekreis zusammen. Dort entsteht eine kommunale Aufbereitungsanlage für biologische Abfälle. Hier entsteht ein Pilot-standort, der den Kern der Arbeiten des deutschen BIOCAS-Anteils bilden soll und als Basis für den Austausch mit den weiteren Standorten in den Niederlanden, Belgien und Dänemark sein wird.

TEXt und foto  | christoph kienemann

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