LzO
OLDENBURG
Sonntag

21

Januar

Kostbar 2017
X-Cut
Nagelkreuz
FZO Elektra

Aktuelles

Wochenzeitung DIABOLO:
Die Zukunft der Pflege
OFFIS koordiniert bundesweites Pflegeinnovationszentrum06.07.2017



Täglich sind in Deutschland mehrere Millionen Menschen auf Pflegedienstleistungen angewiesen und bis zum Jahr 2070 ist mit einer Verdopplung zu rechnen. Dennoch fehlt im Pflegebereich Personal, sind die Belastungen zu hoch und die Löhne zu niedrig. Daher bedarf es nun der richtigen politischen Weichenstellungen und technischer Innovationen, damit die Pflege auch in Zukunft sicher gestellt werden kann.

Damit in der Pflegebranche die Weichen auf Zukunft gestellt werden können, gilt es, verstärkt auf moderne Technologien zu setzen. Diese können von der Langzeitpflege, über die häusliche Krankenpflege bis hin zur Krankenhauspflege viel zur Unterstützung beitragen. Die Entlastung von Pflegefachkräften und pflegenden Angehörigen schafft darüber hinaus mehr Freiraum für zwischenmenschliche Zuwendung. Wichtig ist jedoch vor allem, dass der gezielte Einsatz von Technologien dazu beitragen kann, die Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu erhalten.
Im Oldenburger Informatik-Institut OFFIS wird seit Jahren an Lösungen in diesem Bereich geforscht. Jetzt wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Forschungsgeldern von 20 Millionen Euro die Arbeit des OFFIS unterstützen und ein Forschungscluster „Zukunft der Pflege“ finanzieren. Als erstes Modul dieses Clusters wird in Deutschland das einmalige Pflegeinnovationszentrum (PIZ) am OFFIS seine Arbeit aufnehmen. Das Oldenburger Institut wird die Koordination des PIZ übernehmen und innovative Lösungen zur bedarfsgerechten Unterstützung von Pflegebedürftigen und Pflegekräften im Alltag entwickeln. „Erprobt werden sowohl existierende Produkte am Markt als auch aus Forschungsprojekten“, erläutert Prof. Dr. Susanne Boll-Westermann, die zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein die wissenschaftliche Leitung des PIZ innehat. Prof. Hein ergänzt: „Die Ergebnisse werden wir in Laboren und Showräumen für die Fachöffentlichkeit und für die Weiter- und Ausbildung in der Pflegebranche zugänglich machen.“ Weitere Partner im PIZ sind die Universität Oldenburg, die Universität Bremen und das Hanse Institut Oldenburg. Im OFFIS sollen neue Konzepte der Mensch-Maschine-Interaktion, der Einsatz von Robotik sowie Technologien wie Augmentierte und Virtuelle Realität erforscht werden.
Das geplante Forschungscluster wird ab dem Jahr 2018 aus vier Pflegepraxiszentren in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Niedersachsen bestehen. Auf diese Weise soll ein möglichst enger Austausch zwischen Forschung und Praxis realisiert werden. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zum Cluster: „Egal ob Tassen, die die Flüssigkeitsaufnahme überwachen, oder Sensorsysteme, die erkennen, dass eine Person gestürzt ist und eigenständig Hilfe rufen – unterschiedlichste technische Innovationen werden den Menschen künftig unterstützen und im alltäglichen Leben entlasten. Mit dem Pflegecluster bringen wir Forschung und Praxis enger zusammen und sorgen dafür, dass hilfreiche digitale Assistenzsysteme im Alltag erprobt und weiterentwickelt werden.“
Schon heute ist die Pflegebranche die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Auf dem Pflegekongress in Berlin wurde jedoch vor einem absehbaren Kollaps der MitarbeiterInnen gewarnt, sollte sich die Situation von PflegerInnen nicht verbessern. Bis zum Jahr 2050 rechnet man mit einem Bedarf von weiteren 1,5 Millionen PflegerInnen. Zuletzt verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, dass die Ausbildung in Pflegeberufen attraktiver machen soll. Ab 2020 sollen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in der Ausbildung zusammengelegt werden. Allerdings nur während der ersten beiden Ausbildungsjahre. Anschließend besteht weiterhin die Möglichkeit zur Spezialisierung. Zu Verbesserung der Arbeitsbedingungen und weiteren Attraktivitätssteigerung der Pflege, schlägt Die Linke zudem vor, den Mindestlohn in der Branche auf 14,50 Euro zu erhöhen, während die SPD auf eine Arbeitszeitverkürzung setzt. Die FDP will das Problem hingegen über ein Einwanderungsgesetz lösen und gezielt Einwanderer anwerben.

text  |  Christoph Kienemann

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Um hier Kommentare abgeben zu können müssen Sie sich erst Anmelden!

Benutzername:     Passwort:    

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.


Aktuelles

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Kunst und Design im Landesmuseum<br />Gestartet wird mit der World Press Photo-Ausstellung

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Kunst und Design im Landesmuseum
Gestartet wird mit der World Press Photo-Ausstellung
18.01.2018

BesucherInnen im Oldenburger Schloss können sich auf die wieder eröffnete Abteilung für Kunstgewerbe und Design freuen. Ein Highlight im Ausstellungsjahr 2018 verspricht die 80er-Jahre-Ausstellung zu werden…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Neue Interessenten, dann Rückzieher des Oberbürgermeisters<br />Mohrmann-Halle zieht KäuferInnen an

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Neue Interessenten, dann Rückzieher des Oberbürgermeisters
Mohrmann-Halle zieht KäuferInnen an
18.01.2018

Auch wenn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den Verkauf der Moormann-Halle an die Gemeinnützigen Werkstätten abgesagt hat. bleibt es doch interessant, das es für die Halle inzwischen mehrere Interessenten gibt, die sich einen Erwerb der Halle vorstellen könnten...

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Was lange währt…<br />Gedenktafel soll auf Gräberfeld hinweisen

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Was lange währt…
Gedenktafel soll auf Gräberfeld hinweisen
18.01.2018

Seit langem ist bekannt, dass während der Zeit des Nationalsozialismus tausende von Menschen in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen und dem Kloster Blankenburg ermordet wurden…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Wie kommen die Schädel ins Museum?<br />Landesmuseum Natur und Mensch stellt Ausstellungsprogramm 2018 vor

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Wie kommen die Schädel ins Museum?
Landesmuseum Natur und Mensch stellt Ausstellungsprogramm 2018 vor
18.01.2018

Zum Jahresbeginn gab es an der Spitze des Oldenburger Landesmuseums Natur und Mensch einen Wechsel. Dr. Ursula Warnke ist seit dem die neue Direktorin des Hauses…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Kleine Utopie <br />Die Linke setzt sich für ticketlosen Busverkehr an Samstagen vor Weihnachten ein

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Kleine Utopie
Die Linke setzt sich für ticketlosen Busverkehr an Samstagen vor Weihnachten ein
18.01.2018

Am Bus-Verkehr in Oldenburg gibt es einiges zu kritisieren. Die weitläufige Stadt wird teilweise nur unzureichend von den Linien der VWG erschlossen und die Ticketpreise sind nicht gerade günstig…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Serie: Künstler von Hier <br />11 Fragen an … Sebastian Zeberg

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Serie: Künstler von Hier
11 Fragen an … Sebastian Zeberg
18.01.2018

Jeder hat sie schon mal gesehen, die teils kunstvollen Graffitis an Wänden, Brücken und Fassaden, die so manche langweilige Fläche in Oldenburg zum Hingucker machen. Sofern „legal“, also mit Genehmigung entstanden, sind sie eine echte Bereicherung für unser Stadtbild. Sebastian Zeberg, Mediengestalter und…

<i>MoX - Veranstaltungsjournal</i><br />Neuer Anlauf<br />Tailwind aus Elsfleth

Aktuelles

mehr…MoX - Veranstaltungsjournal
Neuer Anlauf
Tailwind aus Elsfleth
18.01.2018

Musiker müssen zunächst verschiedene Dinge ausprobieren, bevor sie ihren ganz persönlich Stil finden. Die wenigsten wissen gleich von Beginn an, in welche Richtung sich ihre Musik entwickeln soll. Vielmehr gilt es, sich umzuhören, verschiedene Richtungen kennenzulernen und dann aus all den Eindrücken etwas persönliches zu kreieren. Bei…

Haus Karlstraße wird abgerissen

Aktuelles

Haus Karlstraße wird abgerissen14.01.2018

Wir wissen nicht, warum das Haus an der Karlstraße abgerissen wird. Viele kennen es, weil an der Südseite ein großes Wandbild mit drei Sportlern zusehen war. Nun ist es zu Schutt geworden. Weitaus ärgerlicher ist, dass mit diesem Haus preiswerter Wohnraum vernichtet wurde, den Oldenburg doch so nötig hat!

Das Zelt war voll

Aktuelles

mehr…Das Zelt war voll11.01.2018

Neujahrsempfang des bau_werk e.V. war gut besucht. Der Oberbürgermeister war nicht anwesend, ließ aber gute Wünschen ausrichten...

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Kommt sie, oder kommt sie nicht?<br />Podiumsdiskussion zur Verkehrswende an der Universität Oldenburg

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Kommt sie, oder kommt sie nicht?
Podiumsdiskussion zur Verkehrswende an der Universität Oldenburg
11.01.2018

Kommt nun die Verkehrswende oder kommt sie nicht? Diese Frage stellten sich vier Diskutanten auf einer Podiumsdiskussion, zu der der AStA der Universität Oldenburg eingeladen hatte. Der BiS-Saal am Campus Haarentor war fast bis…

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Wo ist die Kompensation?
Grüne wollen Aufstellung der Kompensationsflächen in der Stadt
11.01.2018

Für die Sitzung des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima am 8. Februar hat die Ratsfraktion von Bündnis’90 / Die Grünen einen Antrag gestellt, der eine Aufstellung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zum Ziel hat, die in…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Hüpfen, toben, rennen<br />Grundschule Ofenerdiek bekommt neuen Schulhof

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Hüpfen, toben, rennen
Grundschule Ofenerdiek bekommt neuen Schulhof
11.01.2018

Wer an der Grundschule Ofenerdiek vorbei geht, dem werden sicherlich die beiden Bauzäune auf dem Areal des Schulhofes auffallen. Hier wird derzeit an der Neugestaltung des alten Schulhofes gearbeitet, der an die…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Das große Löschen? <br />Netzwerkdurchsetzungsgesetz seit 1. Januar in Kraft

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Das große Löschen?
Netzwerkdurchsetzungsgesetz seit 1. Januar in Kraft
11.01.2018

In den sozialen Netzwerken finden sich allerlei Beiträge, die nicht nur gegen die gute Etikette, sondern auch eventuell gegen geltendes Recht verstoßen. Beleidigungen, Hetze, Rassismus…

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Keine Entwarnung
Flüchtlingsfeindliche Übergriffe bleiben in der Bundesrepublik an der Tagesordnung
11.01.2018

Auch wenn die Zahlen der Asylsuchenden, die in die Bundesrepublik kommen, seit Jahren abnehmen, bleibt die flüchtlingsfeindliche Gewalt im Land auf einem hohen Niveau. Zu diesem Schluss kommen sowohl das BKA als auch die…

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Abstieg ins Nichts<br />Lukas Bärfuss stellt seinen aktuellen Roman vor

Aktuelles

mehr…Wochenzeitung DIABOLO:
Abstieg ins Nichts
Lukas Bärfuss stellt seinen aktuellen Roman vor
11.01.2018

Wenn einem die Welt, so wie wir sie wahrnehmen, bisweilen total anstrengend vorkommt, hält Lukas Bärfuss uns erst recht den Spiegel vors Gesicht. Und hat der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker nicht ein Stück weit recht…

Aktuelles

mehr…Investitionsbedarf: Haushalt der Klävemann-Stiftung für 2018 beschlossen04.01.2018

Über die finanzielle Situation der Klävemann-Stiftung gab es in den vergangenen Jahren immer wieder ausführliche Debatten. Auf der letzten Sitzung des Oldenburger Stadtrates am 18. Dezember des letzten Jahres, verabschiedete die Politik den Haushalt der Stiftung für das Jahr 2018. Noch nicht in trockenen Tüchern ist hingegen der von der Verwaltung gewünschte Verkauf eines Stiftungshauses am Schramperweg.

Zu viel Gülle auf den Feldern?

Aktuelles

mehr…Zu viel Gülle auf den Feldern?04.01.2018

Der neue Landvolkpräsident Niedersachsens nicht offen für Kritik.
Die Delegiertenversammlung des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland e. V. zur Wahl eines neuen Präsidiums fand im Dezember in Holtrop statt. Neben den 111 Delegierten waren mit Siemtje Möller (SPD) und Johann Saathoff (SPD) auch zwei Bundes-Politiker sowie mit Jochen Beekhuis (SPD) ein Politiker aus dem niedersächsischen Landtag anwesend.

Halten die Deiche?

Aktuelles

mehr…Halten die Deiche?04.01.2018

Weihnachtsflut 1717 – Klimawandel macht Sorgen
Die schwere Weihnachtsturmflut im Jahre 1717 jährt sich in diesen Tagen zum 300. Mal. Dazu fand, organisiert von Deichachten und der „Ostfriesischen Landschaft“, in Emden eine Veranstaltung statt. Fast 400 Zuhörer waren dabei. Die Ereignisse der Weihnachtssturmflut, mit weit über 10.000 Toten an der ganzen Küste, hätten gezeigt: „Nur im Kollektiv konnte es danach gelingen, Sicherheit gegen die Fluten zu schaffen“, so Landschaftspräsident Rico Mecklenburg.

Trauer um Bernd Bischoff

Aktuelles

mehr…Trauer um Bernd Bischoff04.01.2018

SPD-Fraktionsvorsitzender plötzlich und unerwartet gestorben
Der langjährige Vorsitzende der SPD-Fraktion im Oldenburger Stadtrat, Bernd Bischoff, ist am 1. Weihnachtsfeiertag im Alter von 62 Jahren verstorben. Bischoff war Geschäftsführer der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Nord und gehörte dem Stadtrat seit dem Jahr 2001 an. Er war Vorsitzender des Bahnausschusses und weiterhin Mitglied im Verwaltungsausschuss, Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen, Werksausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb und Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten. Bischoff war verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Foto:
Sonne am Marktplatz

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Veranstaltungen

Datum bis
Kategorie
Ort
Location
Festival

Kleinanzeigen