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Wochenzeitung DIABOLO:
Bleiben sie oder werden sie gehen? Die Kreativ-Szene demonstrierte in Oldenburg17.05.2017





Text und Foto |  Rüdiger Schön

Aufgerufen zu dieser Kundgebung hatte eine Gruppe um den Filmemacher Amon Thein. Zunächst wurde die fb-Gruppe „Creative Mass | freiRAUM für Kultur und Kreativität” gegründet, der in kurzer Zeit 1500 fb-Nutzer beitraten. Darunter Personen wie Norbert Egdorf, Renée Repotente, Mario Filsinger, Claus Spitzer-Ewersmann, Marlies Mittwollen und Axel Berger, Harm Peters, Angela Rieger, Amir Nova oder Vivien Schlüter und Uwe Fischer. Also eine bunte Mischung engagierter OldenburgerInnen aus der Kultur- und Kreativbranche. Bei soviel Vielfalt war denn auch nicht sofort klar zu erkennen, worum es bei dieser Demonstration eigentlich geht. Hilfreich war da das Stichwort Bauwerk-Halle. Die soll ja bekanntlich verkauft und zu einem italienischen Restaurant umgebaut werden. Tatsächlich würde in diesem Fall eine der wenigen frei nutzbaren Hallen in Oldenburg in ihrer Funktion radikal gewandelt werden. Anderes Beispiel: Im Bahnhofsviertel hat die Holzwerkstatt für Frauen, Fliegende Späne gerade die Kündigung erhalten. Das kann nun einfach Zufall sein, Fakt ist aber, dass es zunehmend schwieriger wird, Nischen für besondere Projekte in Oldenburg aufzutun. Vorbei sind die Zeiten, als auf dem Gelände des alten Ausbesserungswerks der Bahn die verschiedensten Betriebe entstanden, wie z. B. Werkstattfilm. Wo Menschen, auch mit wenig Geld, sich niederlassen konnten, um sich oder eine Idee auszuprobieren. Welche Impulse so etwas der Stadt bringen kann, haben die beiden freifeld-festivals auf dem Gelände der Donnerschweekaserne gezeigt. Wenn nun die Kultur- und Kreativszene mehr Raum und einen konstruktiven Dialog fordert, ist das zunächst ernüchternd unkonkret. Einfach mal mehr Raum, dazu wird sich Kulturdezernent und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann kaum verhalten. Anders sieht es aus, wenn es um konkrete Orte geht. Da gab der alte Fuchs Pavel Möller-Lück die Richtung vor: Selbstverständlich muss das Thema Bauwerk-Halle im Kulturausschuss behandelt werden, und erst wenn die Nutzung bestimmt ist, kann auch ein Kompromiss mit den Gemeinnützigen Werkstätten erzielt werden, die das italienische Restaurant betreiben wollen. Aber für die Kreativen der Stadt ist die Bauwerkhalle nur eine Randnotiz. Warum nicht über den Ringlokschuppen reden, so Pavel Möller-Lück, der könnte tatsächlich ein Freiraum für die Kreativen darstellen. Er schaue in viele wunderbare Gesichter meinte der Theatermann Lück, und merkte an, diesen Leuten muss die Stadt eine Chance geben, oder sie werden Oldenburg verlassen. Dann würde Oldenburg ein etwas größeres Bad Zwischenahn werden, Langweilig und spießig. Provinz, wie man sie nicht so gern mag. Bleibt zu hoffen, dass der Appell von Amon Thein, einen konstruktiven Dialog zwischen Kreativen, Politik und Verwaltung zu installieren, auch von OB Krogmann erhört wird, zumindest solang er Kulturdezernent ist. Wenn ein Gesundheitscampus in Kreyenbrück möglich ist, sollte auch ein Kreativ-Campus z.B. auf dem Geländes des Ringlokschuppens oder des alten Güterbahnhofs denkbar sein. Relativ kurzfristig könnten hier zahlreiche Arbeitsplätze entstehen, was unserem sozialdemokratischen Oberbürgermeister eigentlich gut gefallen müsste.
Die Fraktion der Grünen im Oldenburger Stadtrat haben am Dienstag Abend auf ihrer Fraktionssitzung zur Bauwerk-Halle Stellung bezogen. Einstimmig lehnt sie den Verkauf der Bauwerk-Halle an die Gemeinnützigen Werkstätten ab. „Der Verkauf von städtischen, öffentlich genutzten Immobilien wie der Bauwerk-Halle muss in Oldenburg gestoppt werden” so Fraktionssprecher Sebastian Beer. Die Idee des Bauwerkvereins, den hinteren Bereich der Halle für ein inklusives Restaurant-Projekt zu nutzen, unterstützt die grüne Ratsfraktion.

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