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Wochenzeitung DIABOLO:
Programm zum Kultursommer 2017 vorgestellt17.05.2017





Text | Christoph kienemann


Der Oldenburger Kultursommer hat sich als das Sommerhighlight im Kulturkalender etabliert. Hochklassige Konzerte, Lesungen, Theater und Angebote für den Nachwuchs, Das größtenteils kostenlose Programm, bietet für fast jeden Geschmack etwas. Hinzu kommt die einmalige Atmosphäre auf dem Oldenburger Schlossplatz. Diese wird auch in diesem Jahr erneut durch die TrapezkünstlerInnen von Omnivolant bereichert. „Eigentlich wollen wir jedes Jahr etwas neues bieten, aber viele Menschen wollten Omnivolant noch mal sehen und wir sind glücklich, dass es auch in diesem Jahr geklappt hat“, so Uwe Schwettmann. Wer Europas größtes mobiles Trapez samt waghalsiger Flugshow verpasst hat, der bekommt also eine weitere Chance.
Kernstück des Kultursommers bleiben aber weiterhin die großen Konzerte auf dem Schlossplatz, die seit Jahren internationale VorzeigekünstlerInnen an die Hunte holen. Auch in diesem Jahr sind Programmdirektor Andreas Holtz wieder einige Coups geglückt. So wird der Kultursommer in diesem Jahr von den brasilianischen JazzmusikerInnen von Bixiga 70 eingeleitet werden, die den OldenburgerInnen erneut die spezielle Beziehung Brasiliens zur Musik nahe bringen werden. Mit dem Auftritt der englischen Alternative-Rockband Turin Brakes hält das Programm ein wahrhaft einmaliges Konzerterlebnis bereit. Denn die Band wird in 2017 lediglich ein Konzert in Deutschland spielen, obwohl sie schon lange von der internationalen Musikpresse als Koryphäen ihres Faches gefeiert werden. Erst kürzlich waren Turin Brakes für den renommierten Mercury-Prize nominiert und begeistern das Publikum beim Glastonbury-Festival. Dass Musik auch ein kultureller Dialog sein kann, zeigen Helsinki-Cotonou. Die Jazzband vereint Musiker aus Finnland und dem Benin und verbindet Nordeuropa mit Westafrika. Neben internationalen werden auch deutsche KünstlerInnen auf dem Schlossplatz zu sehen sein. Mit Tom Schilling & The Jazz Kids gastiert das Soloprojekt des Schauspielers in Oldenburg und präsentiert eine Neuinterpretation des Chansons. Für die internationale Ausrichtung des Kultursommers steht auch die Integration des „Global Lokal“ Projektes von Oeins. Im Rahmen des Projektes werden sich Oldenburger MigrantInnen Initiativen vorstellen können, angereichert durch die Musik von den Global Music Players.
An den zwölf Festivaltagen wird neben den Konzerten natürlich noch mehr geboten werden. Von 15 Uhr bis mindestens 22 Uhr kann man sich allerhand Kultur aussetzen. Dazu gehören natürlich wieder Lesungen, ein Theater auf der Straße und Kino unter freiem Himmel. Traditionell zum Kultursommer gehört zudem ein ausgefeiltes Kinderprogramm am Nachmittag. Wieder dabei sind beispielsweise die Band „Blindfische“, die in diesem Jahr gemeinsam mit „RatzFatz“ spielen werden. Hinzu kommen ein Kindertanztheater und eine Kreativbaustelle. Finanziert wird der Kultursommer durch die Stadt und zusätzliche Sponsoren. So fördert die Stadt Oldenburg das Festival mit 115.000 Euro, ebenso wie die privatwirtschaftlichen Sponsoren. „Wir sind zurzeit mit der Stadt in Verhandlungen, damit wir auch in den kommenden Jahren das Niveau halten können“, so Bernd Wach. Seit 10 Jahren kommt der Kultursommer mit gleichbleibender Förderung aus, dass das Programm nicht reduziert wurde, sei dem erhöhten Engagement der Sponsoren zu verdanken.

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Foto:
Oldenburger engagieren sich gegen Rechts

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