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Meine Kunst ist intuitiv und impulsiv15.11.2017



„Ich habe als Kind schon immer gerne gebastelt, während meine Geschwister meistens vor dem Fernseher saßen. Ich war immer gespannt darauf, was man mit verschiedenen Materialien wie zum Beispiel Erde oder Holz so anstellen kann. Ich setzte diese Bastelleidenschaft über die Jahre immer weiter fort. Nach und Nach entwickelte sich daraus meine eigene Kunst.“ In Pierre-Blondel Amougou A Rim reiften schon in jungen Jahren viele kreative Ideen heran, die darauf warteten, umgesetzt zu werden. Der in Kamerun geborene Künstler, von vielen einfach nur „Blo Blo“ genannt, kam vor fünf Jahren nach Deutschland. In Oldenburg wollte er lediglich einen Sprachkurs absolvieren und dann in größere Städte wie Köln oder Düsseldorf weiterziehen, um dort ein Studium zu beginnen. Doch Oldenburg ließ ihn so schnell nicht wieder los. „Ich dachte: Wow! Was ist das für eine Stadt! Ich war und bin nach wie vor sehr angetan von der Mentalität der Menschen und der grünen Natur hier. Ich entschied mich zu bleiben und schrieb mich an der Uni ein. Nach und nach lernte ich viele Freunde kennen. Kurzum: Ich fühlte mich einfach sehr wohl hier. Vor allem bin ich in Oldenburg als Künstler wiedergeboren, ich konnte hier ungestört meine Kunst weiterentwickeln.“ In seiner Kunst arbeitet Blo Blo am liebsten mit einer bestimmten Art von Erde, die zwar der Tonerde ähnelt und ähnlich wie Gips reagiert, doch sich in einigen Punkten in der Materialbeschaffenheit und dem nachfolgenden Ergebnis unterscheidet. Dieses Material kombiniert er wiederum mit anderen Medien, um so seinen ganz eigenen Stil zu kreieren. „Ich war auf der Suche nach etwas Neuem, etwas Eigenen. Dann dachte ich an die Kombination von dieser Tonerde, der Leinwand und der Farbe und kam so zu etwas ganz Besonderem. Zusätzlich setzte ich mich mit der Nadeltechnik auseinander, durch die ich beeindruckende Effekte erzielen aber auch stabilere Sachen fertigen konnte.“ Darüber hinaus übt die Meditation einen gewissen Einfluss auf den Schaffensprozess von Blo Blos Werken aus. „Ich meditiere sehr viel und wenn ich meine Augen schließe, sehe ich in meinen Gedanken eine heftige Farbkombination und dann denke ich mir: Das muss ich jetzt umsetzen! Diese Bilder entstehen sehr impulsiv und intuitiv.“ Blo Blos Bilder hängen momentan im OLantis in Oldenburg aus. Dort entdeckte sie auch Cyrille Lobe Ndoumbe, Vorsitzender von Integration e.V.; er unterbreitete dem jungen Künstler zugleich den Vorschlag, an Schulen Kunst zu unterrichten. Bisher wurden so zwei Projekte realisiert, in denen Pierre-Blondel Amougou A Rim versuchte, Kindern seine Kunst und die damit verbundenen Techniken näher zu bringen. Obwohl ihm die Arbeit mit den Kindern sehr gefällt, scheitert es letztendlich am Zeitmanagement. Denn neben dem Studium und der Kunst, widmet sich Blo Blo auch noch einer anderen Leidenschaft, nämlich der Musik. Er ist Sänger der lokalen Band „Fréros“, die mit ihrer musikalischen Mischung aus Ska, Dub und Fuzz in diesem Jahr das Landesfinale des Bandwettbewerbs „local heroes“ gewonnen haben und auch am Bundesfinale teilnehmen werden. Im Gesang kommen auch seine kamerunischen Wurzeln zum Tragen. Ich bin sehr stolz auf meine Kultur, deswegen versuche ich in meiner Kunst immer eine Prise davon zu lassen. Wenn ich eventuell eines Tages in meine Heimat zurückkehre, möchte ich hier irgendetwas hinterlassen.“ Für die Zukunft würde Pierre-Blondel Amougou A Rim am liebsten ein lang gehegtes Projekt realisieren, in dem er die Kunst, die Musik und die afrikanische Kultur zusammen bringen möchte: „Mein Traum ist so eine Art von Café, dass wie ein Wohnzimmer eingerichtet ist. Ich würde ihm den Namen „Ababantu“ geben, dass bedeutet „Wohnzimmer von den Bantus“. Das ist ein Oberbegriff für afrikanische Ethnien, die nicht nur in Kamerun, sondern auch in Mosambik, Tansania, Kenia und anderen Ländern beheimatet sind. Ich stelle mir vor, dass in diesem Wohnzimmer kamerunisches Essen gekocht und gegessen wird. Dazu wird Musik gemacht. Geladen sind all meine Künstlerfreunde und auch andere Gäste. Jeder kann vorbei kommen und Spaß haben, egal welche Hautfarbe er hat. So etwas in der Richtung fehlt Oldenburg noch. Die Stadt braucht mehr Kultur, Wärme und Farbe. Ich bin der Meinung, dass wir als Künstler diese Aufgabe bewältigen sollten.“

Text und Foto: Dana Hubrich

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